Schüler-Projekt macht Unterricht im Corona-Lockdown möglich
Per selbst entwickelter Software ist am Alstergymnasium in Henstedt-Ulzburg Online-Unterricht möglich. Die Entwickler-AG versorgt mittlerweile auch schon andere Schulen.
Per selbst entwickelter Software ist am Alstergymnasium in Henstedt-Ulzburg Online-Unterricht möglich. Die Entwickler-AG versorgt mittlerweile auch schon andere Schulen.
»Es läuft erstaunlich reibungslos«, das stellt der Leiter der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel, Matthias Kleiner, fest. Bis Ende Januar, also bis zum Halbjahresende gilt an den Gymnasien Szenario C, was vollständiges Distanzlernen bedeutet. Ausnahme ist der 13. Jahrgang.
An der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule ist es ruhig, nur der komplette 13. Jahrgang mit den rund 70 Schülern ist in der Schule. Große Kurse werden auf zwei Räume verteilt. Kleine Kurse werden normal unterrichtet.
Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach hat in einer Videokonferenz das Chiemgau-Gymnasium Traunstein (ChG) zum zweiten Mal in Folge als »Digitale Schule« ausgezeichnet. Schulleiter Markus Gnad freute sich: »Dass wir mit unserem pädagogischen Konzept im Bereich der Digitalisierung zukunftsfähig aufgestellt sind, haben die vergangenen Monate gezeigt.
Am Morgen kurz vor 8 Uhr am Stiftland-Gymnasium: Die Schüler des Oberstufenkurses Englisch von Studienrat Erik Schmidt sind auf eine Begegnung der besonderen Art gespannt sein. Das Smartboard ist hoch- und die Jalousien sind bereits heruntergefahren. Die heutige Skype-Konferenz kann beginnen. Zugeschaltet aus dem Homeoffice ist Charles T. Julien, Chief Financial Officer (CFO) eines großen Unternehmens in Berlin.
Der Forderung, die Schulen digitaler zu machen, hat die Corona-Pandemie ordentlich Nachdruck verliehen. Wochenlange Schulschließungen im Frühling, Klassen in Quarantäne und die Gefahr, das Virus im Klassenzimmer weiter zu verbreiten, sorgen dafür, dass die Schüler inzwischen Unterricht auf Distanz erleben. Die Lehrer haben dann die Aufgabe, die Kinder und Jugendliche mit ausreichend Material zu versorgen.
Martin Fugmann ist Gymnasialdirektor in Gütersloh. Seine Schule arbeitet nicht erst seit dem Lockdown digital. Im Gespräch mit FOCUS Online spricht er über das größte Problem der Bildungspolitik – und sagt, was sich deutsche Schulen von Apple abschauen sollten.
Das Weinsberg Justinus-Kerner-Gymnasium hat das Siegel "Digitale Schule" bekommen. Die Schule setzt nicht erst seit Corona auf eine konsequente Digitalisierungsstrategie.
Während in einigen Schulen in Ostwestfalen bis heute Lehrer nicht einmal über eine eigene dienstliche E-Mail-Adressen verfügen, sind andere Vorreiter – so zum Beispiel das Theodorianum in der Paderborner Innenstadt. »Uns war auch ohne Corona klar, das wir den digitalen Wandel angehen müssen«, betont Schulleiterin Nicole Michaelis. Bereits seit 2012, noch lange bevor das Schulministerium Schulungen anbot, gibt es an dem Paderborner Gymnasium die so genannten Medienscouts.
"Die Kina-Reporter Hannah, Lana, Johanna und Lukas wollen wissen, wie Schule zu Hause gelingen kann. Das Küstengymnasium in Neustadt gilt als Musterschule fürs digitale Lernen.
Computerführer- scheine, Lernplattformen und digitale Medien waren für viele Schulen in der Corona-Krise neu.
Das Team ist bereit: vier Schüler und zwei Lehrer. Zur Crew gehört der 16-jährige Marius Denda. Er ist einer der sogenannten Digi-Lotsen am Lilienthal-Gymnasium in Anklam, das jetzt mit 10 000 Euro des Stifterverbandes gefördert wird und damit zu den nur zwölf bundesweit bedachten Schulen gehört. »Wir wollen das Potenzial, das uns die digitale Technik bietet, viel besser an der Schule ausnutzen«, sagt der junge Mann aus der 11. Klasse...