Wider die digitale Entmündigung
Der nordrhein-westfälische Philologenverband hat ein Gutachten zum Einsatz digitaler Medien in Auftrag gegeben und fühlt sich bestätigt: Der Einsatz digitaler Medien garantiert noch längst keinen Lernerfolg.
Der nordrhein-westfälische Philologenverband hat ein Gutachten zum Einsatz digitaler Medien in Auftrag gegeben und fühlt sich bestätigt: Der Einsatz digitaler Medien garantiert noch längst keinen Lernerfolg.
Was kann man erlauben, was eher nicht, welche Spiele, welche Apps, welche passiven, welche aktiven Handlungen sind ok, wie verliert man nicht die Kontrolle und vieles mehr. Zum Glück gibt es Menschen wie Leonie Lutz und Anika Osthoff, die Licht in dieses Dickicht bringen. Gerade haben die beiden Expertinnen ihr Buch »Begleiten statt verbieten: Als Familie kompetent und sicher in die digitale Welt« veröffentlicht. Wir durften die beiden dazu interviewen.
Unterrichtsausfall, mangelnde Digitalisierung: Während der Pandemie war das an vielen Schulen ein Normalzustand. Doch es geht auch anders: So schaffte es die Helmholtzschule in Frankfurt mit einem motivierenden Direktor, einem engagierten Lehrerkollegium und ein wenig Unterstützung zu einer Leuchtturmschule zu werden.
Dank Pandemie wird die Schule endlich digitaler, freuen sich viele. Was für ein Irrweg, sagt diese Lehrerin. Sie plädiert für Handschrift und gegen Klassenchats.
Isabell Rhein ist Lehrerin an einem Gymnasium in Baden-Württemberg. Ihr Name ist geändert.
Die schulische Digitalisierung hat das Potenzial, die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften zu verbessern – davon ist Alexander Siebert, Gründer und Geschäftsführer der Retresco GmbH, überzeugt. Das Unternehmen hat für den schulischen Bereich ein intelligentes Rückmeldesystem entwickelt, das im Zuge interaktiver Übungen Schülerinnen und Schülern individuelles Feedback gibt.
Bereits ab Herbst sollen neue Fächer rund um Informatische Bildung verpflichtend werden, Volksschulen folgen 2023.
Die Digitalisierung an der Christoph-von-Schmid-Realschule hat das Kultusministerium beeindruckt. Das Handykonzept hat Auswirkungen auf eine Gesetzesreform.
Die Hattie-Studie ist seit mehr als einem Jahrzehnt in der internationalen Bildungsforschung ein zentrales Projekt. Nun wurde die Studie fortgeschrieben - und zeigt: Digitale Medien sind auch in der Pandemie nicht nur ein Chance, sondern auch ein Risiko.
Eine Studie der Telekom-Stiftungen und aktuelle Empfehlungen an die Kultusminister zeigen, wo Deutschland bei digitalen Lernplattformen steht.
"Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer hat die Digitalstrategie Schule NRW vorgestellt. Rund zwei Milliarden Euro werden in Nordrhein-Westfalen innerhalb von fünf Jahren bis 2025 in das Lehren und Lernen mit digitalen Medien investiert. Davon sind 184 Millionen für ein zweites Ausstattungsprogramm für Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten vorgesehen. »Die Landesregierung ist 2017 angetreten, um die Digitalisierung an den Schulen in unserem Land entscheidend voranzubringen.