Tipps: So können Eltern die Handynutzung zu Hause regeln

"Sollen Schüler ihre Handys in der Schule privat nutzen dürfen? Und wenn ja, wie? Antworten versucht unter anderem das Augustinus-Gymnasium zu finden. Dort läuft der Schulversuch »Private Handynutzung«... 
»Eltern kommt eine wichtige Rolle in der Medienerziehung zu«, so Birgit Zimmermann, Projektleiterin des Schulversuchs am Augustinus-Gymnasiums (AWG) in Weiden. Die Lehrerin gibt Eltern Tipps, wie sie die Handynutzung daheim regeln können:

  • Das Kind bei der Nutzung begleiten, vor allem anfangs.

  • Grundeinstellungen auf dem Handy sowie bei den installierten Apps altersgerecht gestalten. Am häufigsten werden Whatsapp, Snapchat, Instagram und Spiele genutzt. Die Geo-Daten sollten nicht übertragen, Profile auf privat gestellt und Anfragen von Followern geprüft werden.

  • Klare Regeln aufstellen und dabei handyfreie Zeiten berücksichtigen, zum Beispiel während der Hausaufgaben, beim Essen, nachts. Helfen kann eine »Handy-Garage«, in die das Gerät bei Nichtnutzung gelegt wird. Bei manchen Smartphone-Modellen kann man Bildschirmzeiten einrichten. Ebenfalls hilfreich: ein Mediennutzungsvertrag zwischen Eltern und Kind. Dafür gibt es Vorlagen im Internet (siehe Artikel).

  • Eltern sollten wissen, mit wem ihre Kinder im Netz Kontakt haben, in welchen Whatsapp-Gruppen sie Mitglied sind, und was darin passiert. »Das Smartphone ist das Tor zur Welt. Eltern können sich oft gar nicht vorstellen, was überhaupt für Gefahren möglich sind.« Es komme beispielsweise relativ häufig vor, dass die Kinder und Jugendlichen von Fremden angeschrieben werden, teils mit falschen Namens- und Altersangaben.

  • Spiele »bergen großes Suchtpotenzial und sind darauf ausgerichtet, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen«. Zimmermann rät Eltern, die Spiele selbst zu spielen, »auch, wenn das keinen Spaß macht. Früher oder später gibt es In-App-Käufe. Ich rate davon ab«.

  • Posten von Bildern hinterfragen: Viele Kinder, Jugendliche (und Eltern) posten Bilder von sich oder von Freunden leichtfertig im Internet. »Vor allem die Älteren mögen die Selbstdarstellung. Eine große Zahl an Followern wird damit gleichgesetzt, beliebt zu sein. Das setzt einen unter Druck, noch cooler oder freizügiger zu sein.« Zimmermanns Rat an ihre Schüler: »Druckt die Fotos aus, und hängt sie in der Stadt auf. Wenn ihr bei dem Gedanken ein komisches Gefühl habt, postet sie nicht im Netz.«

  • »Das Kind muss einen Ansprechpartner haben, wenn es Probleme im Netz gibt.« Am AGW sind dafür Lehrer und Medienscouts zuständig..."

Zum Artikel auf Onetz.de.

► Zum Themenbereich "Handy-Verbot in der Schule".

► Zum Themenbereich "Kinder und Medien".

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