Rat verabschiedet Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein

"Der Rat hat am heutigen Donnerstag, 4. April 2019, Kölns langjährige Beigeordnete für Bildung, Jugend und Sport, Dr. Agnes Klein, verabschiedet. Sie beendet ihre Amtszeit bei der Stadt Köln zum 1. Mai 2019. Mit ihrer mehr als zwölfjährigen Dienstzeit im größten Dezernat der Stadtverwaltung, über 5.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresbudget von über einer Milliarde Euro war sie zuletzt dienstältestes Mitglied im Verwaltungsvorstand.

Die Herausforderungen bei der Schaffung von Schulplätzen angesichts steigender Schülerzahlen und der Probleme im Bausektor haben ihr stets Kreativität und Engagement abverlangt. Dabei hat sie insbesondere in der Kölner Schullandschaft erhebliche Erfolge erzielt. Allein 299 Schulen gibt es in Köln, davon 262 in städtischer Trägerschaft. 149.138 Schülerinnen und Schüler werden dort unterrichtet.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: »Frau Dr. Klein hat sich über zwölf Jahre für den Ausbau der Kinderbetreuung, die Entwicklung unserer Schullandschaft und auch für den Sport in Köln eingesetzt. Ich möchte Ihnen heute schon einmal ganz herzlich für Ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz für die Stadt Köln und die besonders gute Zusammenarbeit danken! Liebe Agnes, dies ist die letzte Ratssitzung, in der ich dich als Beigeordnete an meiner Seite habe. Ich habe fachlich hohen Respekt vor deiner Arbeit und deiner Leistung, die du für Köln als Beigeordnete erbracht hast und bin dankbar, dich so lange Zeit um mich gehabt zu haben. Du bist klug, professionell und warst mir eine gute Wegbegleiterin. Danke, liebe Agnes.«

Viele neue Plätze für Kinderbetreuung und an Schulen geschaffen
Die Versorgung mit offenen Ganztagsplätzen an Kölner Grundschulen konnte in der Amtszeit von Dr. Agnes Klein von 43 auf nahezu 80 Prozent und die Ganztagsversorgung an weiterführenden Schulen von 23 auf 70 Prozent gesteigert werden. Es wurden sieben neue Gesamtschulen, ein Gymnasium und vier Grundschulen gegründet. Ergänzend hat Dr. Klein durch die Erweiterung bestehender Gymnasien Plätze im Umfang von drei neuen Gymnasien geschaffen. Zahllose Erweiterungen sowie die Errichtung zusätzlicher Schulpavillons schafften zusätzlichen Schulraum. Die Entwicklung der Bildungslandschaft Altstadt Nord in Kooperation mit der Montag-Stiftung sowie der Aufbau der Helios-Gesamtschule in Kooperation mit der Universität zu Köln finden bundesweit Beachtung, ebenso die pädagogischen Standards für den modernen Schulbau, die Erstellung eines Inklusionsplanes für die Kölner Schulen und der Ausbau der digitalen Medien für qualitätsvollen Unterricht.

Bei der Kinderbetreuung konnte von anfänglich 2.365 U3-Plätzen bei einer Betreuungsquote von 8,8 Prozent zu Beginn der Amtszeit von Dr. Klein der Ausbau auf inzwischen 15.151 U3-Plätzen bei einer Betreuungsquote von 45 Prozent aller Kinder unter drei Jahren vorangetrieben werden. Zur Betreuung der Kinder über drei Jahren konnte sie die Betreuungsquote in den Kitas auf 98 Prozent steigern - und das bei ständig überproportional steigenden Kinderzahlen in Köln. Insgesamt stehen in Köln nun 47.771 Betreuungsplätze zur Verfügung.

Der Ausbau der frühen Hilfen für Kinder, die »Kinder-Willkommen-Besuche« (KiWi), die Stärkung des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Aufbau des Gefährdungsmeldungs-Sofortdienstes (GSD), die Errichtung und Modernisierung zahlreicher Skateranlagen und Kinderspielplätze, insbesondere der Skateranlage am Rheinauhafen, zahlreiche sportliche Großevents, ein Programm für neue Kunstrasenplätze und die Konzipierung der Sportentwicklungsplanung für Köln sind ebenfalls zu den Erfolgen ihrer Amtszeit zu zählen.

In der Sportstadt Köln gibt es 736 Sportvereine bei rund 25.000 Quadratmeter überdachter Sportflächen und rund zwei Millionen Quadratmeter offener Sport- und Bewegungsflächen.

Für den Ruhestand wünscht sie sich mehr Zeit für Bewegung und Sport. Das ist in den letzten Jahren aufgrund ihrer zeitintensiven Tätigkeit zu kurz gekommen und hat ihr besonders gefehlt. Hierfür bieten sich zukünftig sehr viele Möglichkeiten in der Sportstadt Köln."

Zur Pressemitteilung der Stadt Köln.

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