Marisol hat Krebs. Deshalb geht jetzt ein Roboter für sie in die Schule

"Die krebskranke Marisol fürchtet am meisten, wegen der Therapie die Klasse wiederholen zu müssen und ihre Freundinnen zu verlieren. Ein Roboter soll dafür sorgen, dass das nicht passiert.
Am Fenster, ganz hinten rechts im Klassenzimmer der 9 E2, kichern sie. Der Lehrer hat ein Arbeitsblatt verteilt, die Mädchen stecken jetzt die Köpfe zusammen. »Worum geht's? Was meinst du? Was muss da rein?« Johanna und Emily, die sie Emmy nennen, Mirhan und Münire flüstern, tuscheln und lachen. Auch Marisol flüstert. Dabei ist sie eigentlich gar nicht hier. Sie ist in der Klinik. Oder zu Hause. So genau wissen das ihre Freundinnen oft nicht. Dafür ist Marisols Stellvertreter hier, ihr Avatar. Der kleine, weiße Roboter steht mitten auf Johannas und Emmys Schreibtisch: 27 Zentimeter hoch, ein Kilo schwer, mit Kopf und Körper. Die Kamera auf seiner Stirn sieht für Marisol, das Mikrofon hört für sie. Über das Internet überträgt er alles auf ihr iPad, Unterricht im Livestream. Will Marisol etwas sagen, flüstern oder rufen, ertönt ihre Stimme aus dem Lautsprecher des Avatars. Solange Marisol krank ist, hilft der Roboter ihr, dabei zu sein, trotz allem - und so vielleicht schneller gesund zu werden..."

Zum Artikel auf Stern.de.

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