"Konzepte kann man auch noch später machen"

"Ein Vater fordert bei einem Fachgespräch der Freien Wähler eine unkompliziertere Verteilung von Geld für die Schulen.
Es gibt einige Punkte, bei denen Thomas Mc Kie von der Politik im Umgang mit der Corona-Pandemie Nachholbedarf sieht. Ein zentraler Punkt ist für den Vater von vier Kindern aus Ottobrunn, zwei davon im Grundschulalter, die unkompliziertere Verteilung von Geld für die Digitalisierung an Schulen. Dass seine Forderungen an die zuständigen Politiker weitergetragen werden, darüber kann er so gut wie sicher sein.»Da müssen wir auch von Kultusministerseite drauf schauen«, sagte Susann Enders, Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der Freien Wähler, bei einem Fachgespräch zur Belastung von Kindern und Eltern durch das Coronavirus in Ottobrunn. Organisiert hatte das Treffen, an dem auch Horst-Helmut Fleck aus Ottobrunn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Elternverbände bayerischer Kindertageseinrichtungen (ABK), teilnahm, Gemeinderätin Erika Aulenbach von der Bürgervereinigung Ottobrunn.

Konkret ging Mc Kie auf den Digitalpakt ein, über den Schulen Geld für die Verbesserung ihrer IT-Infrastruktur zur Verfügung steht. »Es gibt einen Fördertopf, aber weniger als ein Prozent ist bisher abgerufen, das Geld kommt nicht da an, wo man es braucht«, sagte er. Er bemängelte, dass das Abrufen von Mitteln nicht von Konzepten abhängig sein dürfe. »Konzepte kann man auch später noch machen«, sagte er. Enders signalisierte Verständnis. Sie sei zwar zu weit weg von dem Thema - sie ist gesundheitspolitische Sprecherin der Freien Wähler im Landtag. »Wichtig ist aber, dass wir den Digitalpakt haben. Die Gelder sind da, das ist der erste Schritt«, sagte sie. Sie sicherte zu, dass sie Mc Kies Anregung, »Prozesse zu vereinfachen, Geld zur Verfügung zu stellen und Schulen entscheiden zu lassen, wofür sie es verwenden« mitnehmen werde..."

Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung.