Wie eine Schule gegen den Hass im Netz vorgeht

"Die Klasse 5c der Charlottenburger Nehring-Grundschule will digitaler Gewalt vorbeugen - und nimmt dabei die ganze Schule mit.
Es ist ganz still im Raum der Klasse 5c an der Charlottenburger Nehring-Grundschule, als die Schüler berichten sollen, was sie über Cybermobbing gehört haben. Mancher hat eigene Erfahrungen gemacht, aber die schockierendste Geschichte erzählt ein Fünftklässler über einen Jungen, den er aus dem Sportverein kennt: »Er war in der Schule auf Toilette und da hat jemand mit dem Handy unter der WC-Tür hindurch gefilmt. Und dann war der Film bei Youtube zu sehen.« Gezittert habe sein Freund, als er erzählte, was ihm widerfahren war.

Digitale Gewalt im Netz, besser bekannt unter dem Begriff Cybermobbing, ist allgegenwärtig. Lehrerkollegien, Sozialarbeiter und Schülervertreter müssen versuchen, sich mit Rüstzeug zu versorgen, um reagieren zu können, wenn Betroffene in ihrer Not um Hilfe bitten. 

»Respekt im Netz« heißt das Projekt
»Wir haben das Projekt ‛Faustlos‛, wir haben Konfliktlotsen und einen Klassenrat, aber all das reicht nicht wegen der modernen Medien«, hat Nehring-Schulleiterin Aina Lappalainen angesichts des um sich greifenden Phänomens festgestellt. Umso mehr freut sie sich, dass sich die Klasse 5c ihr eigenes »Rüstzeug« besorgt hat: Der langjährige Cybermobbing-Experte des Landesinstituts für Schule und Medien, Michael Retzlaff, absolvierte mit ihnen den von ihm entwickelten Workshop Respekt im Netz..."

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