Homeschooling: Wie uns ein wenig Technik zu besseren Ersatzlehrern macht

"Als wir die ständige Rennerei ins Kinderzimmer fürs Homeschooling satt hatten, haben wir mal geguckt, was für Geräte wir so im Haus haben.
Es ist eine gewaltige Herausforderung, den Alltag mit Homeschooling und Arbeiten zu Hause organisiert zu bekommen. Da ein gewisses Maß an Fernunterricht uns voraussichtlich noch etliche Monate begleiten wird, möchte ich unsere Lösung dafür teilen. Wir hatten einiges ausprobiert, bis wir sie gefunden haben.

Eine ganze Weile sind wir ständig zwischen Kinderzimmer und Arbeitszimmer hin- und hergelaufen, um Fragen bei den Hausaufgaben zu beantworten - und vor allem zu gucken, ob das Kind überhaupt etwas für die Schule macht.

Sie ist acht Jahre alt und war gerade erst dabei, in der Schule mehr Selbstständigkeit zu erlernen, als sie wegen der Coronapandemie zu Hause bleiben musste. Für sie war es eine große Umstellung, Aufgaben zum Großteil allein zu bewältigen.

Zu Hause gibt es viel Ablenkung für ein Grundschulkind
Gerade für junge Kinder kann die Ablenkung im eigenen Kinderzimmer gewaltig sein, denn schließlich steht dort auch das gesamte Spielzeug herum. In den ersten Wochen mussten wir immer wieder darauf achten, dass nicht schon vor Pausenbeginn damit hantiert wurde.

Das warf neben dem Problem des Kindes, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, auch noch eins für uns auf: Wie behalten wir den Überblick darüber, wie viel wir tatsächlich gearbeitet haben und wie viel Zeit für das Dasein als Lehrerersatz draufgegangen ist? Für beide Probleme haben wir mittlerweile eine technische Lösung gefunden.

In unserem Fall sind die räumlichen Voraussetzungen ideal und das sollte sich im Homeschooling-Alltag widerspiegeln. Die Tochter kann am eigenen Schreibtisch im Kinderzimmer arbeiten, während ich ebenfalls an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer sitze. Das verspricht erst einmal möglichst wenig gegenseitige Ablenkung.

Doch die Tochter braucht einen Elternteil im Raum, der halbwegs ein Ersatz für eine Lehrkraft sein kann. Das haben wir am Wochenende gemerkt, wenn wir uns zusammengesetzt und Aufgaben gemacht haben, die sie nicht allein bewältigen konnte. Also haben wir überlegt, uns mittels Videotelefonat einfach bei den Aufgaben für die Schule dazuzugesellen. Hierbei ging es darum, dem Kind das Gefühl zu vermitteln, nicht alleine mit den Aufgaben zu bleiben und uns die Rennerei zu ersparen..."

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