Noch sind Bücher nicht überflüssig

"Die Grund- und Mittelschule ist eine von 20 bayerischen Schulen, die für den Schulversuch »Digitale Schule 2020« ausgewählt wurden. Sie ist bayernweit die einzige Einrichtung, die im Team gleichzeitig die Grund- wie auch die Mittelschulbelange in diesem Schulversuch erprobt.
Seit diesem Schuljahr setzt die Klasse 7M (Mittlere-Reife-Zug) unter ihrem Klassenleiter Stefan Korth iPads ein. Da zu wurden die Lehrkräfte für den "modernen" Unterricht geschult. Neben den herkömmlichen Schulbüchern können die 19 Schüler mit ihrem eigenen iPad Unterrichtsmaterialien aus der »BiBox«, der Lernplattform mit digitalem Schulbuch, abrufen und damit arbeiten.

Zu Schuljahresbeginn lief es neben dem Religionsunterricht auch in Mathematik nicht ganz rund, da ein neuer Lehrplan eingeführt wurde. »Uns standen in den ersten vier Wochen weder das herkömmliche Schulbuch noch die digitalen Unterrichtsmaterialien zu Verfügung«, erzählt der Klassenleiter. Trotz der Anlaufschwierigkeiten finden die Schüler den Tablet-Einsatz gut. »Wir müssen nicht so viele Bücher mitschleppen, auch wenn wir sie nach wie vor nutzen«, erzählt Raneem Abou-Azan.

»Es wäre schön, wenn wir in unserer Freizeit oder daheim auch Youtube oder Spiele darüber nutzen könnten«, wünscht sich Yusof Qasemi. Aber irgendwie sieht er es auch ein, dass solche Apps auf dem iPad nicht zu finden sind. Schließlich sollen die Schüler mit den Tablets arbeiten. »Ich finde es generell ganz cool, dass wir iPads haben, denn damit kann man besser lernen«, erklärt Saskia Schiller. Ihrer Meinung nach können die Schüler auch den verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien lernen. Das sieht auch Nele Zöllner so, die für sich festgestellt hat, dass sie jetzt selbstständiger und öfters lernt.

Ziel der Digitalen Schule ist es, Alltagskompetenz für die digitale Zukunft zu schaffen. Dabei sollen die Schüler eigenständig und selbstständig mit den neuen Medien in der Schule und daheim arbeiten. Dabei steht auch der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien im Fokus. Das beinhaltet auch: Die Schüler müssen ihr Tablet stets ausreichend laden. In der Regel reicht eine halbe Akkuleistung pro Schultag aus. Wenn die Schüler aus der heutigen 7M ihre Schule nach der zehnten Klassen verlassen, können sie ihre eigenen Tablets dann auch privat nutzen. Alles, was sich in Sachen Schule auf dem iPad befindet, ist anonymisiert und wird am Ende fachgerecht gelöscht..."

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