Leitfaden für digitale Bildung

"Ein i-Pad für je fünf Schüler – so lautet ein erstes Ziel für die digitale Ausstattung an den Bildungsstätten in Trägerschaft der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Der Aspekt der mobilen Endgeräte stellt nur einen vieler Bausteine des nun vorgestellten Medienentwicklungsplans dar.
Einstimmig haben die Mitglieder des Schulausschusses während ihrer jüngsten Sitzung im Rathaus Rheda beschlossen, dass das Konzept als Handlungsleitfaden für weitere Planungen und Maßnahmen der Fachverwaltungen im Bereich digitale Bildung dienen soll. Erklärtes Ziel der Kommune ist es, »an allen städtischen Schulen die räumlichen und technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Lernende auf das Leben in einer digitalisierten Welt vorbereitet und mittels digitaler Geräte gefördert und gefordert werden«.

Medienentwicklungsplanung ist ein Prozess
Mit dem nun vorgelegten Papier, mit dessen Erstellung die Gesellschaft Gebit Münster beauftragt worden war, ist ein Grundstein gelegt. »Medienentwicklungsplanung ist ein sich entwickelnder Prozess«, unterstrich Dr. Friedrich-Wilhelm Meyer von der Gesellschaft Gebit während der Sitzung, dass der Plan eine permanente Anpassung und Überarbeitung erfordere. In diesem Sinne votierten die Ausschussmitglieder auch dafür, dass die Fachverwaltung bis zum Frühling/Sommer 2021 das vorgelegte Werk aktualisieren solle. Als Grundlage dienen die bis dahin weiterentwickelten Medienkonzepte der jeweiligen Schulen. Dr. Meyer gab einen Überblick über den bereits erreichten Stand der Dinge und machte deutlich, dass es darauf ankomme, vielfältige Teilprozesse aufeinander abzustimmen.

Das betonte auch der Erste Beigeordnete Dr. Georg Robra. Er merkte an, dass bei der Diskussion um digitale Bildung oft die Endgeräte im Blick stünden. Er riet dazu, sich von solcher Fokussierung zu lösen und stattdessen sukzessive anstehende Aufgaben zu bewältigen. »Vergisst man eine der Säulen, bricht das ganze Gebäude zusammen«, veranschaulichte er metaphorisch. Zu klären sind so außer der Anschaffung der Endgeräte Fragen der baulichen Infrastruktur inklusive struktureller Verkabelung, der Hardware, also etwa der Server, und des Supports und nicht zuletzt der Finanzierung und Förderung. Ausschussvorsitzender Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne) sprach bezüglich des rund 50-seitigen Papiers zur Medienentwicklungsplanung von einem Meilenstein für die Bildungsentwicklung, und verbuchte es als Erfolg, dass es gelungen sei, diesen »schwierigen Prozess gemeinsam auf die Spur gesetzt zu haben«.

Schon einiges auf den Weg gebracht
Er habe den Eindruck, dass sich Rheda-Wiedenbrück bezüglich der Medienentwicklungsplanung auf einem guten Weg befinde, sagte Dr. Meyer vom Beratungsbüro Gebit in Münster. Medienkonzepte der Schulen lägen vor, Standard-Klassenzimmer seien definiert und ein Zeit- und Arbeitsplan erstellt worden, nannte er Beispiele für bereits Erreichtes. Dazu zähle auch die pädagogische Plattform mit Iserv. Nach Auskunft der Stadt ist die Kommunikationsplattform für alle weiterführenden Schulen und perspektivisch für alle Grundschulen vorhanden. An der Eichendorffschule laufe derzeit eine Testphase. Nach der Auswertung sollen alle Grundschulen mit der Software ausgestattet werden..."

Zum Artikel auf die-glocke.de.