Neue Offensive: Schulen sollen digitaler werden

"Um die Digitalisierung schneller voranzutreiben, kündigt die Staatsregierung mehr Geld und mehr Stellen für Lehrer an. Geplant sind auch eine eigene Bayerncloud und eine Plattform für Videokonferenzen.
Die bayerische Staatsregierung will die Digitalisierung an den Schulen schneller vorantreiben und dafür bis 2024 weitere 450 000 Euro investieren. Neben einer eigenen Bayerncloud und einer Plattform für Videokonferenzen, Lernvideos sowie Podcasts sollen ein Schul-Rechenzentrum und 600 Stellen für Systemadministratoren geschaffen werden. Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (FW) am Donnerstag nach einem Gespräch mit Schülern, Lehrern, Eltern und kommunalen Spitzenverbänden an. Insgesamt investiert der Freistaat zwei Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen, 900 Millionen Euro davon stammen vom Bund. Der bayerische Masterplan Digital II läuft seit 2018, aber die Corona-Monate offenbarten große Unterschiede an den 6200 Schulen, die bei vielen Eltern scharfe Kritik ausgelöst hatten.

»Für den Kaltstart ist es besser gelaufen als gedacht, aber nicht so gut wie wir uns das eigentlich vorstellen«, sagte Söder. Die neue Offensive soll alle Schulen auf ein Niveau bringen. Dafür werden 250 000 Leihgeräte für Schüler und 20 000 Lehrer-Geräte angeschafft sowie alle Schulen mit Wlan und schnellem Internet versorgt. 100 neue Stellen sollen die Lehrerfortbildung vorantreiben. Die vorhandenen Onlinekurse hatten laut Piazolo 80 000 der 120 000 bayerischen Lehrer angeschaut, 40 000 schlossen sie ab. Die Schulen sollen über Corona hinaus profitieren, sagte Piazolo. Einen Zeitplan nannte er nicht. Aber es sei klar, dass im September noch nicht alles »eins zu eins« funktionieren werde, sagte Söder..."

Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung.