Lehrer fühlen sich mit digitalen Medien im Stich gelassen

"Bremsen die Lehrer den digitalen Wandel im Klassenzimmer aus? Nein, sagen viele: Wir würden ja gern anders unterrichten - wenn wir nur könnten.
Lehrer, die sich ans analoge Schulbuch klammern und damit die Digitalisierung des Unterrichts blockieren? Die gibt es zuhauf, jedenfalls aus Sicht der Schulbuchverlage. Die hatten auf Europas größer Bildungsmesse Didacta zwar jede Menge digitaler Unterrichtsmaterialien im Gepäck, verkaufen aber vor allem eins: gedruckte Bücher.

Bei höchstens fünf Prozent liegt der Anteil der Schulbücher, die als digitale Werke in den Klassenzimmern landen. Weil sie von den Schulen nicht bestellt werden, sagen die Verlagsvertreter. Doch viele Lehrkräfte fühlen sich dadurch zu Unrecht als Modernisierungsverweigerer gebrandmarkt. Das zeigen zahlreiche Zuschriften, die den SPIEGEL in den vergangenen Tagen erreichten.

So nennt Lehrerin Ines Leitz fehlende Geräte und fehlenden technischen Support als Hauptgründe dafür, dass digitale Schulbücher kaum im Unterrichtsalltag eingesetzt werden: »Schulen haben niemanden, der sich um ihre digitalen Medien kümmert, sie repariert und wartet. Das machen alles ein paar Lehrer in ihrer Freizeit.« Wären Tablets flächendeckend im Einsatz, sei das nicht mehr zu leisten. Die 33-Jährige hat Zweifel, dass der Digitalpakt daran etwas ändert, »denn das wurde ja extra von den Ländern so verhandelt, dass das Bundesgeld nicht für zusätzliches Personal eingesetzt werden darf«."

Zum Artikel auf Spiegel Online.

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