Informatik muss Pflichtgegenstand in Schulen werden

"Damit IT-Wissen und IT-Können Wirklichkeit werden, brauchen wir einen fixen Unterricht und gut ausgebildete Lehrer.
Seit mehr als 25 Jahren unterrichte ich an unserer Schule das Fach Informatik. Bis heute wurde es freiwillig als unverbindliche Übung angeboten, somit habe ich immer nur einen Teil der Kinder erreicht. Ab dem Schuljahr 2018/19 ist die »Digitale Grundbildung« für alle Schülerinnen und Schüler in der Neuen Mittelschule (NMS) und der Unterstufe der Allgemeinbildenden höheren Schule (AHS) verpflichtend, aber ... Genau dieses große ABER macht mir als langjährigem Informatiklehrer Kopfzerbrechen und lässt mich am System zweifeln.

Die digitalen Anwendungen und das informatische Wissen erweitern sich ständig und sind nicht erst seit gestern ein völlig neuer Wissens- und Anwendungsbereich geworden, welchem wir in der Schule in vollem Maße Rechnung tragen müssen. Leider erreichen wir auch durch die verpflichtende Digitale Grundbildung nicht alle Schulkinder, weil jede Schule auch hier ihr eigenes digitales Süppchen kochen kann. Somit werden wir nach der Pflichtschule Jugendliche mit tollen Computer- und Programmierkenntnissen sowie Kinder mit minimaler digitaler Ausbildung, nur ausgestattet mit Wisch-und-Weg-Konsumkompetenzen, zu erwarten haben."

Zum Gastkommentar von Christian Graf auf derStandard.de.

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