Lehrerkolumne: Das Dilemma digitaler Technik

Ewald Hülk ist Studiendirektor am Berufskolleg Liebfrauenschule in Geldern und schreibt über das Leben als Lehrer. In seiner Kolumne schreibt er über die Vor-und Nachteile digitaler Technik.
Schon vor Corona war ich ein Lehrer, der im Unterricht gerne digital arbeitete. Das umfangreiche Equipment unserer Schule, White- und Smartboards in nahezu allen Klassen- und Fachräumen, machte das möglich.

Im Unterricht unterwegs bin seit neuestem mit einem iPad, das ich mir, wie andere Kollegen schon zuvor, in den Sommerferien gekauft habe. Ich bin begeistert von den vielen Möglichkeiten, die dadurch mein Unterrichten gewonnen hat. Viele Apps machen vieles nun anschaulicher, weil alles direkt via AppleTV und Whiteboard für alle Schüler sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden kann. Die Anschaulichkeit hat dadurch gewonnen. Kein Wunder, dass mir die Schüler zurückmelden, dass diese Technik meinen Unterricht bereichert.

Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille: Durch die Bindung an die Technik dieses amerikanischen Konzerns spüren die Schüler, dass es ratsam ist, ebenfalls Produkte dieser Marke zu kaufen, um so eine optimale Vernetzung in der Schule herzustellen. Es erstaunt daher nicht, dass mittlerweile, je nach Klasse, bis zu 50 Prozent der Schüler ebenfalls mit einem iPad und dazugehörigem Pencil arbeiten. Der klassische Hefter mit Kuli und Filzstift ist ein Auslaufmodell geworden. Schule macht daher ungewollt Werbung für ein konkretes Produkt..."

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