Von der Kalifornienstraße hinaus in die weite Welt

"»Never give up! Follow your passions!« Nein, es sollte nicht um altbekannte Klischees gehen, bei der Verabschiedung von neun Abiturienten und Abiturientinnen der »International School Mainfranken« (ISM). Die internationale Schule wurde vor 15 Jahren in Grafenrheinfeld gegründet und ist mittlerweile in der Kalifornienstraße im »Yorktown Village« in Schweinfurt ansässig. Unterrichtssprache ist Englisch.

Matthew Sullivan, der den Diplomjahrgang koordiniert, hatte aufmunternde Worte dabei. Im künftigen Berufsleben gehe es um mehr als »Niemals aufgeben« und »Folgt euren Leidenschaften«. Zu Sullivans Empfehlungen für den Abschlussjahrgang 2021 zählt, sich unter dem Stichwort »Work Life Balance« Zeit für sich selbst zu nehmen und die sozialen Medien auch mal auszustöpseln. Zur Diplomverleihung begrüßte Schuldirektor Michael Gündert. Auch von den Jüngeren und dem Lehrerkollegium gab es Lebensratschläge, unter anderem mit einem flott geschnittenen Musikvideo. 

Ein vollwertiges Abitur
Im Coronajahr ist der zwölften Jahrgangsstufe nicht die Decke auf den Kopf gefallen, die Abi-Vorbereitungen liefen weiter. Am Ende fielen bei den »Graduates« nur die Deckel herab, beim traditionellen »Hat Toss«, dem Hochwerfen der Studentenhüte: Die Verabschiedung unterm Barett und mit Talar kennt man sonst nur aus amerikanischen oder britischen Studentenfilmen. Zum siebten Mal wurde an der ISM das »International Baccalaureate Diploma« (IB Diploma) verliehen. Das internationale Abitur öffne die Tür zu den weltweit besten Unis, so Gündert, und ist seit 1986 in Deutschland als vollwertiges Abi anerkannt. 

Unterricht in Englisch
Der Unterricht in der Weltsprache Englisch ist auch nicht die schlechteste Voraussetzung, um an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt den englischsprachigen Bachelorstudiengang Business Engineering zu beginnen. Vertreten war in der Sporthalle wieder einmal der halbe Globus, darunter einige Doppelstaatler: Deutschland, Ungarn, Israel/Kanada, Deutschland/Indien, Deutschland/USA, Indien sowie Kroatien/Venezuela. 

Digitale Kompetenzen
Global war im vergangenen Schuljahr allerdings auch die Pandemie und ihre Folgen. Die Umstellung von Präsenz- auf Distanz-Unterricht habe gut funktioniert, sagt Chef Michael Gündert: »Interaktive Whiteboards, WLAN im Klassenzimmer sowie digitale Endgeräte für Schüler und Lehrer sind bei uns seit über zehn Jahren Standard.« Die Erst- und Zweitklässler haben Tablets, ab der dritten Klasse gibt es Laptops fürs virtuelle Klassenzimmer. Videokonferenzen zählen zum Schulalltag dazu. In diesem Alter sei das Aneignen digitaler Kompetenzen noch ein »Kinderspiel«, lobte der Schulleiter. Die technische Erfahrung merkte man auch bei der Verabschiedungsfeier, mit Großbildschirm. Nun treffen sich auch die jüngeren Jahrgänge wieder im Klassenzimmer, mit dem obligatorischen Mindestabstand von 1,5 Meter..."

Zum Artikel der Main-Post.