Entwicklungsarbeit zur digitalen Bildung: Ganz Bayern schaut auf die Mittelschule Burgkirchen

"Das neue Schuljahr bringt an der Mittelschule Burgkirchen/Alz grundlegend Neues mit sich, das auf ganz Bayern ausstrahlen könnte. Denn hier soll im Bereich der digitalen Bildung innovative Prüfungskultur erprobt werden.
»Weil die Mittelschule Burgkirchen aus früheren Schulversuchen schon einen Namen hat, suchte das Kultusministerium unsere Schule für diesen Versuch aus und kam auf uns zu«, sagt Rektorin Angelika Weiß.

Die Stiftung Bildungspakt Bayern führt jetzt zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus den Schulversuch »Prüfungskultur innovativ« durch. Nach einer Bekanntmachung des Kultusministeriums gibt es in Burgkirchen/Alz eine von nur fünf Mittelschulen in ganz Bayern, die für diese Erprobung auserkoren wurden. Folgende Schulen nehmen am Schulversuch teil: Die fünf Mittelschulen in Burgkirchen/Alz, Weilheim, Neunburg vorm Wald, Ebern und Schwabach; zusätzlich fünf Realschulen und fünf Gymnasien.

Projektleiter an der Mittelschule Burgkirchen ist Gregor Schäffner. Mit im Team sind Konrektor Klaus Hofbrückl sowie die Lehrerinnen Patricia Knödlseder und Franziska Schmidhammer. Der Konrektor hebt hervor, dass mit diesem Versuch Neuland betreten wird und dementsprechend viel erarbeitet werden muss. Für die praktische Umsetzung denkt Hofbrückl beispielsweise an die Beschreibung eines Versuchs im Fach »Natur und Technik« mittels Powerpoint-Präsentation oder im Englisch-Unterricht ans Vorspielen von Hörmedien, worauf Schüler einzeln am Computer Fragen zum Verständnis beantworten müssen. Viel Klärungsbedarf sieht der stellvertretende Schulleiter beim komplexen Thema Datenschutz auf die Projektgruppe zukommen.

Das Kultusministerium hat unter anderem folgende Ziele vorgegeben: Ein breites Spektrum digitaler Leistungserhebungen (ohne Abschlussprüfungen) soll erprobt werden. Die neuen Formate erfassen insbesondere diejenigen Kompetenzen, die für Studium und Beruf sowie die Bewältigung des Alltags in einer digitalisierten Welt notwendig sind. Die Erweiterung des Spektrums der Leistungsnachweise um digitale oder digital gestützte Formate führt zu einem konsequenten Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Verfahren zur Beurteilung von Leistungen bei kooperativen und mediengestützten Aufgaben sollen ausgearbeitet werden. Der Versuch beginnt mit dem Schuljahr 2021/2022 und endet mit Ablauf des Schuljahres 2022/2023.

Quelle: Passauer Neue Presse