Digitales Präventionsprogramm für Schulen: Zuckerkompass weist gesunden Weg

"Bei Süßigkeiten und Kuchen ist es offensichtlich, dass sie Zucker enthalten. Bei anderen Lebensmitteln erkennt man es nicht auf den ersten Blick. Der Zuckerkompass der AOK soll helfen, mögliche Zuckerfallen zu entdecken. Das neue Programm zur Prävention und Gesundheitsförderung wurde speziell für die fünften bis achten Klassen an weiterführenden Schulen entwickelt und setzt auf eine Mischung verschiedener interaktiver Methoden der Wissens- und Kompetenzvermittlung rund um das Thema Zucker.

»Ziel ist es, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu ihrem täglichen Zuckerkonsum zu schärfen und so ihre Ernährungskompetenz zu stärken«, so Johannes Kiep, Präventionsexperte der AOK in Schweinfurt. Essen wir zu oft zu viel Zucker, schaden wir unserem Körper. Neben Übergewicht können Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, andere Stoffwechselerkrankungen und auch Karies entstehen. Selbst wer gezielt weniger Zucker zu sich nehmen will, tut sich schwer. Denn das Süße steckt in fast allen Fertigprodukten – mehr oder weniger offen angegeben – und versteckt hinter über 60 verschiedenen Begriffen wie Glucose, Dextrose oder Fructose.

Und hier setzt das neue digitale Präventionsprogramm für Schulen an: Es besteht aus 20 Lernbausteinen. Diese beinhalten Aufgabenstellungen für die Schulklassen, Animationen, Videosequenzen, interaktive Übungen und Experimente. Im Modul »Geschmackstest Eistee« stellen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Eisteemischungen in verschiedenen Süße-Graden her und küren gemeinsam ihren Favoriten. Gleichzeitig vergleichen sie die Eigenkreationen mit ungesüßten und gekauften Produkten. Ein Ausflug in den Supermarkt kann zeigen, welche Informationen auf den Lebensmittelverpackungen zu finden sind. So lernen die Mädchen und Buben praxisnah, die Zutatenlisten und Nährwertkennzeichnungen zu bewerten. Ein anderer Lernbaustein setzt auf die spielerische Wissensvermittlung: Beim Scrabble geht es darum, Wörter zu finden, die für die größten Zucker-Verstecke stehen. »Die Lernbausteine selbst sind genauso abwechslungsreich wie die Methoden der Wissensvermittlung«, so Johannes Kiep.

Das sogenannte »Blended Learning« steht dafür, digitale und analoge Lernformen von Unterricht zu kombinieren. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem digitale Tafelbilder sowie Arbeitsblätter zum Downloaden und ein Schüler-Workbook. Die Materialien beziehen auch das häusliche Umfeld der Schülerinnen und Schüler mit ein..."

Zum Artikel auf In-und-um-Schweinfurt.de.

Zum Präventionsprogramm der AOK.