Handynutzung

Was tun, wenn in der Schule Pornofotos kursieren?

"Kurz vor Weihnachten kamen zwei Schüler der sechsten Klasse auf Hartmut Lüling zu, Leiter der Freien Schule Glonntal. Sie hatten über Whatsapp pornografische Bilder geschickt bekommen, die auch unter den älteren Schülern kursierten. »Hardcore« seien die Bilder gewesen, so Lüling, sodass sie »eine Weichenstellung im Seelenleben eines Kindes« darstellten, nicht nur eine Irritation. »Klar, dass man da sofort handeln muss«, sagt Lüling.

Nicht verteufeln: Lehrer zu Handynutzung an Schulen im Kreis

"Mainz-Bingen - Schulen befinden sich in der Zwickmühle. Einerseits sollen sie die Schüler auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten, andererseits die Gefahren übermäßigen Smartphone-/PC-Konsums im Blick behalten. Das französische Parlament vollzog kürzlich einen radikalen Schritt, erließ ein generelles Handyverbot an Schulen für Drei- bis 15-Jährige. Wie sieht die Praxis im Landkreis aus? Die Allgemeine Zeitung fragte nach."

Besser lernen ohne Smartphone?

"Die Zeiten ändern sich, das Bildungssystem hat Mühe, Schritt zu halten: Während Handys heutzutage für die meisten Schüler zum Alltag gehören, sind sie zumindest während des Unterrichts in den meisten Schulen tabu. In Deutschland regeln das die Schulgesetze der Länder oder individuell die Schulen in ihren jeweiligen Hausordnungen. Mit einer Ausnahme: Bayern."

Was bringt ein Handyverbot in der Schule?

"Konzentrationsstörungen, verkürzte Aufmerksamkeitsspanne, Abstumpfung gegenüber Gewalt und Pornografie: Die Liste der Vorwürfe und Vorbehalte gegenüber Handy und Internet ist lang. In Bayern gilt deshalb - anders als in anderen Bundesländern - ein grundsätzliches, gesetzlich verankertes Handyverbot an Schulen. Das bedeutet, die Geräte müssen ausgeschaltet werden, es sei denn die Lehrkraft erlaubt eine Ausnahme."