Warum digitales Lernen 2020 gerockt hat und was wir sonst noch so gelernt haben: Der oncampus-Jahresrückblick

"2020 ist fast vorbei, dieses verrückte Jahr. Günter Jauch und Spotify sind bereits rückblickend über unsere Bildschirme geflimmert und da haben wir uns gedacht: Es ist Zeit, dass auch wir zurückschauen. Was wir gelernt haben? Zum Beispiel, dass digitales Lernen eines DER Themen 2020 war, starre 10-Jahrespläne eher so 90er sind und dieses Jahr ohne unseren Teamzusammenhalt nur halb so erfolgreich geworden wäre. Klingt cheesy, ist aber so. Wir haben unser oncampus-Jahr zusammengefasst und geben euch exklusive Einblicke aus unserer bunten Welt. Let’s go!

Die Übergangszeit: Aus Home werde Office! 
Am 16. März hat unser gesamtes Team das Büro gegen das Homeoffice eingetauscht. Das ist jetzt neun Monate her und die meisten von uns arbeiten noch immer größtenteils von Zuhause aus.

Was nehmen wir Positives aus dieser Zeit mit?
Der technische Switch in den rein virtuellen Modus lief bei uns ziemlich smooth. Die grundsätzliche Infrastruktur fürs digitale Arbeiten gab es auch bereits mit Messengertools und Videokonferenzsystemen. Diese kamen nun bei Meetings, Erklärungen usw. ohne Probleme zum Einsatz.

Daneben sind wir generell ein agiler und lösungsorientierter Haufen, der sich gegenseitig hilft und improvisieren kann. Nur ein paar Beispiele:

  • Unsere autofahrende Designerin Annika hat mal eben einen Bildschirm-Deliveryservice für Kolleg:innen der Drahteselfraktion ins Leben gerufen
  • Im Messenger wurde sofort eine »Sabbelgruppe« für den Austausch im gesamten Team gegründet, die bis heute genutzt wird
  • Und bei fachlichen Fragen, schrägen Ideen oder grundsätzlichen Sorgen um die weltliche Gesamtsituation waren jederzeit Kolleg:innen mit offenen Ohren und Herzen zur Stelle.

Der ständige Austausch hat uns trotz der Distanz in diesem Ausnahmejahr noch weiter zusammengeschweißt. Im spannenden Blog-Interview mit Maren Spiller von Lufthansa bestätigte uns die Organisationsentwicklerin noch einmal die Wichtigkeit von Kommunikation in Krisenzeiten. Und erklärte darüber hinaus, weshalb Unternehmen künftig mit dem Mantra »Expect the Unexpected« auch das Unerwartete auf dem Schirm haben sollten, um flexibel reagieren zu können.

Grundsätzlich war die Anfangszeit einfach ziemlich abgefahren. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes überwältigt – und zwar von einer riesigen Bildungsnachfrage: Sowohl nach technischer und inhaltlicher Unterstützung, als auch nach unseren kostenlosen Online-Kursen während der »Selbstlernkurse for free«-Aktion. Beides hat uns nochmal gezeigt, dass wir mit unserem digitalen Anspruch ans Lernen genau auf dem richtigen Weg unterwegs sind.

Was war (und ist) herausfordernd für unser Team?
Wir hatten das Glück, dass die digitale Bildung und damit unsere Branche in 2020 einen riesigen Aufschwung erlebt hat. Trotzdem hatten auch wir unsere Herausforderungen in diesem besonderen Jahr.

Eigentlich lieben die meisten von uns das Homeoffice: Diese kleine gemütliche Ecke, in der man sich mit Kaffee in der Hand in den Kopf zurückziehen und im Flowzustand arbeiten kann. Eigentlich. Denn hunderprozentiges Homeoffice (ganz ohne »echten« menschlichen Kontakt) scheint auch nicht der heilige Gral zu sein. Unser Creative Brand Architect Maike beschreibt das so:

»In letzter Zeit ploppt vor meinem inneren Auge immer öfter ein Bild auf, das mich ein bisschen sentimental macht: Da stehen ein paar liebe Kolleg:innen mit Kuchen im Mund und Quatsch im Kopf versammelt im Büro. Diskutieren und lachen. Und erzählen Geschichten, die das gesamte Spektrum zwischen fachlichen Insights und Seemannsgarn abdecken. Das vermisse ich total. Unser Büro hatte quasi die Rolle der WG-Küche: Es war der »place to be«, um sich kurz auszutauschen.« 

In den kürzlichen Jahresgesprächen kam heraus, dass vielen von uns nicht nur die menschliche Nähe fehlt, sondern auch etwas, das unser Digital Marketing Unicorn Dunja so schön als »Flurinnovation« betitelt: Nämlich, wenn aus Quatsch und Spinnerei plötzlich gemeinsame Ideen entstehen.

Bisher haben wir noch keinen geeigneten virtuellen Ersatz für den »Klönschnack mit Innovationspotential« gefunden.

After Work Beer in der Webkonferenz? 
Abends haben die meisten verständlicherweise auch mal Bock, den Laptop zuzuklappen oder bereits andere Online-Verpflichtungen mit Freund:innen. Da bietet sich eher ein kurzer Videokonferenzkaffeeklatsch während der Arbeitszeiten an, wie unser Geschäftsführer Andreas diese Woche als Vorschlag in den Raum geworfen hat.

Eine ähnliche Idee findet sich zudem in einem Linkedinartikel von Microsoft´s Lead für interne Kommunikation Bianca Bauer. Täglich nimmt sich ihr Team seit November 15 Minuten vor der Mittagszeit für einen gemeinsamen virtuellen Austausch über »Kochrezepte, Sport, Weihnachtsdeko, Familie und viele Dinge aus dem Privatleben. (…) Auch, wenn es nach einem Zusatzmeeting klingt, ein informeller Austausch ist für mich in der aktuellen Zeit ein Muss für einen Energiekick«. Klingt gut!

Und wie war es eigentlich, in diesem Jahr neu bei uns anzufangen – ohne die oncampus-Crew »in echt« kennenzulernen? Verena, unsere Managerin of Sales & Happiness, erinnert sich:

»Eine digitale Einarbeitung in ein neues Team war für mich etwas ganz Neues. Als ich im Juli bei oncampus anfing, war der Großteil des Teams im Homeoffice und das Kennenlernen und die fachlichen Einführungen erfolgten überwiegend virtuell. Die technischen Voraussetzungen in einem digitalen Unternehmen waren natürlich gegeben, aber wie sollte ich vor allem die ungeschriebenen Regeln, die ich mir von zu Hause von meinem Team nicht »abgucken« konnte, mitbekommen? Wie sprechen wir uns an? Wie ticken die digitalen Unicorns bei oncampus? Aber hier zeigte sich der Spirit von oncampus: Das gesamte Team hat mich mit viel Zeit und Humor begleitet und so fühle ich schon jetzt eine große Verbundenheit. Und Dank digitaler Tools weiß ich jetzt auch, dass unser Geschäftsführer leidenschaftlich gern Kuchen backt und alle das Herz am rechten Fleck haben.«

Was wir gelernt haben: 

  • Expect the Unexpected: immer schön flexibel bleiben
  • bei hundertprozentigem Homeoffice wird die »Flurinnovation« einfach schwieriger
  • mit unserem digitalen Anspruch an Bildung sind wir auf dem richtigen Weg!

Digitales Lernen auf dem Vormarsch: Die Lernplattform Moodle boomt 
Wo Anfang März gefühlt noch alles in Ordnung schien, änderte sich am 13.03.2020 schlagartig vieles. Auf einmal galt für die Hochschulen und Schulen die Devise: Stellt ab sofort auf digitales Lernen um! Einfacher gesagt als getan. Durch die plötzliche Schließung wurde der Bildungswelt bildlich gesprochen der »Stecker gezogen« – sie musste innerhalb weniger Tage den Präsenzunterricht nahezu komplett auf digitale Bildung umstellen – ohne Vorlaufzeiten. Dies stellte nicht nur die Hochschulen und Schulen, sondern auch die Schüler:innen und Eltern vor eine große Herausforderung. Wer glaubt, dass fehlende Email-Adressen der Schüler:innen das einzige Problem war, der irrt. Kurzfristig den Präsenzunterricht auf moodlebasiertes digitales Lernen umzustellen, ist schwierig. Zumal das Lernmanagementsystem Moodle mit seinen vielen Features und Möglichkeiten auf den ersten Blick sehr erschlagend auf Neulinge wirken kann.

Für uns Digitalraketen von oncampus ist die digitale Bildung bereits seit Jahrzehnten Teil unserer DNA und Moodle ist seit jeher unser liebstes Lernmanagementsystem. Durch die  Schließung der Hochschulen und Schulen erlebte Moodle einen unglaublichen Boom. Viele Hochschulen und Schulen nahmen Kontakt zu uns auf und wollten kurzfristig mit der digitalen Infrastruktur versorgt werden. Gesagt, getan! Wir arbeiteten unter Volldampf, um möglichst jeder Bildungsinstitution das digitale Lernen zu ermöglichen und so den Unterricht aufrecht zu erhalten..."

Zum Jahresbericht des oncampus-Blogs.