Wie Gaming-Chats zunehmend Pädokriminelle anlocken

"Kinder und Jugendliche lieben den Kontakt über Soziale Medien oder auch in Spiele-Chats. Diese ziehen laut Medienbericht aber auch immer mehr Pädophile an.
Laut Bericht der »New York Times«tauchen in den USA verstärkt Hinweise über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im virtuellen Raum auf. Zunehmend werden bei der Kontaktanbahnung zwischen Tätern und Opfern auch die Chat-Funktionen von Online-Videospielen genutzt.

Einige Täter hätten laut Justiz und Forschung dabei sogar mit Hunderten oder Tausenden von Opfern eine sexualisierte Beziehung angebahnt. Im Deutschen wird dies als »Cybergrooming« bezeichnet. Laut des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland geht es dabei um den sexualisierten Beziehungsaufbau zu Kindern und Jugendlichen.

Der Zugang erfolgt unter anderem über Soziale Medien wie Instagram, Snapchat, TikTok, Yubo, Youtube, LiveMe, Omegle oder Periscope von Twitter. Auch die Chat-Funktion vieler beliebter Online-Videospiele wie »Fortnite« oder Plattformen wie Twitchoder Dischord werden genutzt. Die Täter und Täterinnen, so der Beauftragte, geben sich bei der Kontaktaufnahme häufig selbst als Kinder und Jugendliche aus, manchmal täuschten sie auch eine schwierige Lebenssituation vor. So gewönnen sie Vertrauen und manipulierten die Wahrnehmung ihrer Opfer. Zunehmend verstrickten sich diese dann in Abhängigkeiten und mieden es teilweise auch aus Scham, mit jemandem darüber zu sprechen. In Deutschland gilt Cybergrooming als Vorbereitung zu sexuellem Kindesmissbrauch und damit als strafbar..."

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